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Armee ließ Sahara-Entführer nach Mali ausreisen

Netzeitung, 27. Juli 2003

Weiterhin gibt es keine Spur von den in der Sahara entführten Touristen. Aber die Hinweise verdichten sich, dass sie sich in Mali aufhalten.

Die algerische Armee hat Presseberichten zufolge die
Sahara-Entführer nach Mali ausreisen lassen. Aus Sorge um das Leben der 15 europäischen Geiseln, die seit dem Frühjahr festgehalten werden, habe man von einer Befreiungsaktion abgesehen und statt dessen mit den
Geiselnehmer über eine Freilassung verhandelt, berichtet die Zeitung «El Watan». Den Geiselnehmern war als Entgelt die sichere Ausreise nach Mali zugesichert worden. Nun befänden sich die Entführer dort mit den Geiseln, berichtet die Zeitung. Die malischen Behörden haben sich bisher jedoch skeptisch zu der Vermutung geäußert, dass sich Geiseln und Entführer in Mali aufhielten.

Im Mai waren bereits einmal 17 ausländische Touristen, die
ebenfalls als Geiseln gefangen genommen worden waren, befreit worden. Nun befinden sich noch zehn Deutsche, vier Schweizer und ein Niederländer in der Gewalt der Entführer. Von dem Ort der Entführung, dem Tamelrik-Gebirge in Algerien, sind es bis nach Mali 600 Kilometern Luftlinie. (nz)

   
www.algeria-watch.org