Bosnien-Herzegowina gibt Hilfe für CIA zu

Die Welt, 15. Juni 2006

Straßburg - Als einziges der 46 Europaratsländer hat Bosnien-Herzegowina zugegeben, an der illegalen Festnahme mutmaßlicher Terroristen durch die CIA beteiligt gewesen zu sein. In ihrer am Mittwoch in Straßburg veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage des Europarats bestätigt die Regierung in Sarajevo, daß sechs aus Algerien stammende Männer im Januar 2002 von der bosnischen Polizei bei Sarajevo an US-Streitkräfte ausgeliefert wurden. Die Männer, die von der USA der Zugehörigkeit zur Terrororganisation al-Qaida verdächtigt werden, sind seither in dem umstrittenen Lager Guantánamo Bay auf Kuba inhaftiert. Die übrigen Europaratsländer verneinten entweder eine Mitwirkung ihrer Behörden bei Verschleppungen und illegalen Gefangenentransporten durch die CIA oder gaben ausweichende Antworten. Polen und Rumänien bestritten Angaben von Nichtregierungsorganisationen, wonach die CIA auf dortigen Militärstützpunkten zeitweise Geheimgefängnisse unterhalten haben soll. Eine interne Untersuchung habe dies nicht bestätigt, so die Antwort des polnischen Außenministeriums. AFP

Artikel erschienen am Do, 15. Juni 2006

   
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