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Sarkozy kann Algerien nicht versöhnenFrankreichs Staatspräsident bezeichnete das algerische Kolonialsystem als "zutiefst ungerecht". Ausdrücklich entschuldigt hat er sich nicht. Kurier.at, 04. Dezember 2007 rts Sarkozy sprach von "schrecklichen Verbrechen" während des Unabhängigkeitskrieges. Die jüngsten Äußerungen des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zur Kolonialvergangenheit lösten bei der algerischen Regierung gemischte Gefühle aus. "Das geht in die richtige Richtung, aber wir werden immer sagen, dass es nicht reicht, wenn wir diese Worte in ihren Kontext stellen", sagte der algerische Innenminister Yazid Zerhouni am Dienstag am Rande von Sarkozys Besuch in der Phönizierstadt Tipaza. "Ich weiß nicht, ob Entschuldigungen notwendig sind, aber nützlich sind sie immer." Das Fehlen einer Entschuldigung hindere beide Länder aber nicht daran, "eine neue Vorstellung von unseren Beziehungen zu haben", fuhr der enge Vertraute von Algeriens Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika fort. "In Frankreich wie in Algerien sind wir dazu verdammt, an eine mögliche Freundschaft zu glauben." Sarkozy hatte am Montagabend zum Auftakt seines dreitägigen Algerien-Besuchs das Kolonialsystem als "zutiefst ungerecht" bezeichnet, sich aber nicht ausdrücklich entschuldigt. Es sei nicht mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - den drei Grundwerten der französischen Republik - vereinbar. "Schreckliche Verbrechen während des gesamten Unabhängigkeitskrieges" hätten aber Opfer "auf beiden Seiten gefordert", sagte Sarkozy. Er wolle "alle Opfer ehren". Warten auf eine EntschuldigungDie Diskussion über eine formelle Entschuldigung Frankreichs wegen der Kolonialzeit (1830 bis 1962), die bisher nicht erfolgte, belastet seit Jahren die Beziehungen zwischen beiden Ländern. Unter Sarkozys Vorgänger Jacques Chirac war deshalb auch die Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages zwischen Frankreich und Algerien gescheitert. Artikel vom 04.12.2007, 19:52 | apa | dk |
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