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Algerien im Ausland attraktivRohstoffe locken ntv.de, Dienstag, 4. Dezember 2007 Wenn der französische Präsident Nicolas Sarkozy Staatsbesuche macht, dann ist er immer auch Handlungsreisender auf höchstem Niveau. Atomkraftwerke, Kampfflugzeuge, Mobilfunknetze - Sarkozy setzt sich nach Kräften für die französische Exportwirtschaft ein. Bei seiner China-Reise wurden Verträge im Wert von 20 Milliarden Euro unterzeichnet, in Marokko waren es zwei Milliarden Euro, und in Algerien winken der französischen Wirtschaft Aufträge im Wert von 3,4 Milliarden Euro, die Hälfte davon im Energiebereich. Als Bundespräsident Horst Köhler kürzlich Algerien besuchte, gab es nicht einmal ein Treffen mit den Vertretern der deutschen Wirtschaft. "Deutsche Unternehmen haben einen guten Ruf in Algerien", sagt Andreas Hergenröther, Geschäftsführer der Deutsch-Algerischen Industrie- und Handelskammer. In den 70er und 80er Jahren wurden viele große Industriekomplexe in Algerien mit deutscher Hilfe gebaut, sowohl aus Ost- wie aus Westdeutschland. In der jüngsten Zeit haben mehrere deutsche Firmen von Privatisierungen der Staatsunternehmen profitiert. Algerien hat zudem ein Wirtschaftsförderprogramm von 140 Milliarden Dollar aufgelegt, das unter anderem den Bau von 1,2 Millionen Wohnungen, 1200 Kilometern Autobahn und die Wasserversorgung mehrere Großstädte vorsieht. Linde, Henkel und Siemens vor OrtGrößter deutscher Investor mit etwa 200 Millionen Euro ist der Technologiekonzern Linde, der unter anderem die algerische Industriegasproduktion übernommen hat. Henkel hat die staatliche Waschmittelproduktion übernommen. Und Siemens ist unter anderem am Bau der Metro von Algier und eines Kraftwerks beteiligt. "Es gibt ein großes Potenzial für die deutsche Wirtschaft in Algerien", meint Hergenröther. "Vor allem im Anlagenbau und als Dienstleister im Energiebereich sind deutsche Unternehmen gefragt." |
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www.algeria-watch.org
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