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Algerische Armee bereitet Schlag gegen Rebellen vorDie Welt, 12 Januar 2000 Algier - Die algerische Armee bereitet sich offenbar auf eine groß angelegte Offensive gegen die islamistischen Rebellen vor. Augenzeugen berichteten am Mittwoch, mehrere tausend Soldaten, Geschütze, Kampfhubschrauber und Kriegsschiffe seien in Regionen verlegt worden, in denen seit dem vergangenen Sommer Hunderte Menschen ermordet wurden. Heute läuft eine von Präsident Abdelaziz Bouteflika festgesetzte Frist ab, bis zu der die Aufständischen im Falle ihrer Kapitulation Straffreiheit genießen. Die geplante Offensive soll sich nach Angaben von Politikern gegen die Organisationen Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA) und Da'wa wal Dschihad (Aufruf und Kampf) richten. Bouteflika hat sich zum Ziel gesetzt, die seit acht Jahren andauernde Terrorwelle zu beenden, die nach offiziellen Angaben rund 100 000 Menschenleben gekostet hat. Das Amnestiegesetz wurde im Juli vergangenen Jahres ausgesprochen. Ungeachtet dessen sind seitdem offiziellen Angaben zufolge 600 Menschen umgebracht worden. Für die Morde werden die GIA und die Gruppe Aufruf und Kampf verantwortlich gemacht. Der 8000 Mann starke militärische Flügel der verbotenen Islamischen Heilsfront, die Armee des Islamischen Heils (AIS), hatte vergangene Woche seiner Auflösung zugestimmt. Bouteflika gestand der Gruppe im Gegenzug eine Generalamnestie zu. Die AIS-Kämpfer boten an, der Armee beizutreten, um gegen die anderen Gruppen zu kämpfen. Seit einem Friedensabkommen mit der Regierung vom vergangenen Juni hatte die AIS bereits auf der Seite der Regierung gegen die radikal-islamischen Rebellen im Land gekämpft. Rtr |
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www.algeria-watch.org
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